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  • Oculus Rift: Von der VR-Brille zur Lesehilfe

    Was nach einer Erfindung von Isaac Asimov klingt, wird Wirklichkeit: Eigentlich für Virtual-Reality-Spiele gedacht, wird Oculus Rift nun als Lesehilfe dienen. Das Oculus Rift Headset wurde 2012 das erste Mal vorgestellt und nach nur kurzer Zeit - obwohl die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist – bei diversen Computerspielmessen sehr gut aufgenommen.

    Oculus VR Developer Kit 2
    Oculus Rift Developing Kit 2 (c) Oculus VR

    Die Oculus Rift besteht aus einem Display, mit einem Sichtfeld von 110 Grad. Dies ermöglicht eine schöne Auflösung und die Verbindung zum Hörer macht das Spielen einfach und spaßig. Man hat das Gefühl im Geschehen zu sein und aktiv mitmachen zu können.

    Beschwerliches Lesen mit Unterstützung

    Wir alle kennen das Phänomen, ein Buch wirklich lesen zu wollen, aber nicht weiter zu kommen. Entweder das Thema ist zu schwierig oder die Sprache ist beschwerlich - irgendwas hält uns davon ab, über die ersten hundert Seiten zu kommen. Das Buch will einfach nicht gelesen werden. Das haben die Entwickler von Oculus Rift auch verstanden.

    "In Ulysses" from Eoghan Kidney on Vimeo.

    So kam einer der Entwickler auf die Idee, einen Prototyp für den Wälzer "Ulysses" von James Joyce zu schaffen. Hierfür versucht nun der Regisseur Eoghan Kidney die Finanzierung von 4.000 Euro für das Projekt aufzustellen. Neben visueller Hilfe soll ein Erzähler die Geschichte einfacher für den Leser machen. Im Moment ist erst das dritte Kapitel angedacht ("Proteus") aber sollte der Prototyp funktionieren, könnten mehrere Kapitel der Pflichtlektüre übernommen werden.

    Wo Facebook draufsteht, ist Geld drin

    Im Frühjahr 2014 gab dann Facebook bekannt, dass sie Oculus VR (Virtual Reality) für die exorbitante Summe von 400 Millionen US-Dollar in bar und 1,6 Milliarden US-Dollar in Facebook-Aktien übernehmen werden. Wie wir schon wissen, schafft Facebook vieles, das andere nicht bringen konnten. So wird es eventuell möglich sein, dass Crowdfunding für solche Projekte wie "Ulysses" nicht mehr notwendig sein wird.

    Autorin: Magdalena Hazler

    via Engadget

  • Grundeinkommen: Projekt verlost 12.000 Euro fürs Nichtstun

    Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein Thema, das polarisiert. Selbst in meiner Brust schlagen zwei Herzen. Soll man allen Bürgerinnen und Bürgern einfach eine Summe - von z. B. 1.000 Euro im Monat - auszahlen, die sie für ihren Lebensunterhalt nutzen können, ohne ein Gegenleistung wie Arbeiten zu erbringen? Wem das Geld nicht reicht, der müsste dann zusätzlich arbeiten, um Luxusausgaben wie Haus, Schiff, Uhr und Auto zu finanzieren.

    Beine hoch oder kreativer Output?

    Hört sich erst einmal an wie das Schlaraffenland, oder? Die Idee dahinter ist, dass kreative Menschen sich ganz ohne Bedenken ob des finanziellen Erfolgs Projekten und Ideen widmen können und so für die ganze Gesellschaft ein kreativer Output sondersgleichen entsteht. Kritiker meinen allerdings, dass die Leute dann eher die Füße hochlegen, als kreativ arbeiten würden. Außerdem, wer würde dann überhaupt noch arbeiten gehen - bricht dann unsere Gesellschaft zusammen?

    Wir können die Diskussion gern in den Kommentaren fortsetzen. Weil ich mir selbst nicht ganz sicher bin, ob das bedingungslose Grundeinkommen eine gute Idee ist, also langfristig gesehen, würde ich mich da auf keine Seite schlagen wollen. Die Idee ist aber durchaus bestechend, wenn sie dann so funktioniert. Bevor es nicht ausprobiert wird, kann man ja auch nicht sagen, ob es klappt, oder? Genau das hat sich auch Michael Bohmeyer gedacht und auf Startnext eine Crowdfunding-Kampagne initiiert, die Geld für Testpersonen sammeln soll, die dann den Traum vom bedingungslosen Grundeinkommen für ein Jahr leben können - ohne Gegenleistung.

    Mein Grundeinkommen Logo
    Logo Mein Grundeinkommen

    Die Idee stößt auf Interesse: Das erste Grundeinkommen von 12.000 Euro ist bereits zusammengekommen, jetzt wird für das zweite weitergesammelt. Ihr könnt auf Startnext für das Projekt sammeln, gern auch kleinere Geldbeträge spenden - z. B. 4 Euro für drei Stunden Grundeinkommen. Die oder der Glückliche Empfänger wird übrigens unter allen Mitgliedern der Community "Mein Grundeinkommen" ausgelost. Dort kann man sagen, was man mit dem Geld anfangen will.

    Ich würde das Geld nutzen, um mich ganz unabhängig vom finanziellen Druck meinen Lieblingsprojekten zu widmen: meinen Blogs, einem Buch, meiner Familie, der Wohnung, dem Balkon. Kreativität ist da auf jeden Fall jede Menge drin :) Wie sieht das bei euch aus?

    via Berliner Morgenpost

  • Overlook Hotel: Mit Shining und Doctor Sleep in Konkurrenz

    Mit Horror hatte ich's nie wirklich. Comedy erlaubte mir eher den Alltag auszublenden. Aber nachdem einer meiner Lieblings-TV-Comedyfiguren SEIN Lieblingsbuch – "The Shining" – immer im Gefrierfach verstecken musste, wenn es zu spannend wurde, wurde ich klarerweise neugierig. Tja, wenn Spannung zu viel wird, macht man dann doch gerne die Augen zu. Bei diesem Buch jedoch ist der Reiz zu groß, das Ende zu versäumen. Ich musste einfach wissen, ob das Böse siegen wird, oder ob es doch eine Möglichkeit eines Happy Ends gibt.

    Shining: Eine Ode an den Horror

    Nicht nur ist "The Shining" Kult, es war auch Wegbereiter für weitere Horror- und Suspense-Stories. Die Kubrick-Verfilmung verbildlichte in 143 Minuten mit seinen Hauptdarstellern das Gruseln, das seinesgleichen sucht. Jack Nicholson verkörperte auf einzigartige Weise das Böse – das Unheil, das über diese kleine Familie einbricht, ist in jeder Szene spürbar.


    Cover "Shining" von Stanley Kubrick (c) Warner/Amazon

    2013 wurde es dann wieder spannend. Stephen King erzählte in seinem weiterführenden Buch, "Doctor Sleep", die Geschichte des nun erwachsenen Sohns, Danny, der in "The Shining" erfolgreich das Overlook Hotel verlassen konnte. Nachdem "Doctor Sleep" ein Bestseller wurde, erhält "The Shining" nun auch eine Vorgeschichte.

    Erst ein Sequel, dann ein Prequel

    "Overlook Hotel" ist eine Weiterführung des Prologs, den Stephen King für "The Shining" geschrieben hatte, der jedoch vor der Veröffentlichung ausgelassen wurde: Der Räuberbaron Bob T. Watson überwindet die Colorado Rockies Anfang des vorigen Jahrhunderts, um das beste Resort-Hotel Amerikas zu errichten und ein Zuhause für seine Familie zu schaffen. Glenn Mazzara, der schon für die Serie "The Walking Dead" verantwortlich war, schrieb hierfür das Drehbuch.

    Der Regisseur Mark Romanek wagt sich also mit "Overlook Hotel" an Stephen King und Stanley Kubrick heran. Und wir können nur hoffen, dass King diesmal etwas glücklicher mit der filmischen Umsetzung ist. Offen bleibt noch, wer "Doctor Sleep" in Angriff nehmen wird. Die Spannung bleibt uns jedenfalls erhalten.

    Autorin: Magdalena Hazler

  • MTV, Youtube, Spotify und Co: Musik-TV einst und jetzt

    Meine erste Erinnerung an MTV ist in den USA der 80er-Jahre: Ich rannte vom Schulbus nach Hause und drehte den Fernseher sofort auf, um mir diesen neuen, wilden Kanal (den mir meine Eltern gerne verboten haben) mit der neuen Musik, die kaum im Radio zu finden war, zu geben. Sinead O'Connor, U2, Guns N'Roses, Iron Maiden - all das hätte ich nie hören können. MTV motivierte mich zum Kauf meiner ersten eigenen CD – Faith No More, "The Real Thing".

    Ohne diesen Musikkanal wäre meine musische Bildung sicherlich eingeschränkt gewesen. Mehrere Jahre später, als sich MTV hier in Europa auch schon etabliert hatte, musste ich enttäuscht die Veränderung auf diesem Sender feststellen: Keine Musik mehr, sondern eher Reality-TV, mit "niveauvollen" Sendungen wie Jersey Shore, die nicht mehr viel mit Musik zu tun hatten. Und obwohl MTV ein Vorreiter für die Popkultur war, wurde der Sender mit dem Aufkommen des digitalen Zeitalters durch andere Medien stark ersetzt.

    Das digitale Zeitalter

    Durch Youtube, iTunes, Spotify und dergleichen ist es zwar weiterhin möglich, Musikvideos zu sehen oder Alben zu hören, jedoch ist eine der Konsequenzen Einbußen bei den Verkaufszahlen. Wenn ich jetzt etwas Ansprechendes höre, befrage ich einfach Shazam um den Künstler zu finden und danach über verschiedene Kanäle mehr zu bekommen.

    Künstler können die neuen Medien aber auch nutzen. Über Facebook und Youtube können junge Musiker sehr wohl berühmt und erfolgreich werden. Mit den neuen Smartphones sind Konzerterlebnisse, aber auch Fotos mit Künstlern, leichter geteilt. Zum Beispiel verschenkte Jay-Z voriges Jahr 1 Million Alben, die Samsung-Galaxy-Besitzer über eine App herunterladen konnten.

    Neue Wege für Künstler

    Der Wettbewerb wird durch die Digitalisierung immer größer und die Alben-Verkaufszahlen immer kleiner. Künstler verlassen sich nun auf die Hilfe von MTV, VH1 und anderer Medien, die neue Alben promoten. Es gibt nun Album-Premieren über verschiedene Kanäle, die von mehreren Musikbefürworter wie Pepsi (oder Twitters Amplify advertising product) gesponsert werden.

    Billboard, ein Online-Musikmagazin, setzt auf Echtzeit-Charts. So werden die Künstler anhand von Streams, Tweets und YouTube-Aufrufen bewertet - ohne dabei die Albenverkäufe oder Radioübertragungen zu vergessen. MTV promotet Künstler dank einer neuen Strategie nun in vierwöchigen Zyklen.

    Den Anfang machte Ed Sheeran; und nun startet Ariana Grande durch, die auch bei den MTV Musik Awards auftreten wird. Wenn Grande, so wie sie es vorhat, Twitter, Amplify und YouTube ebenfalls nutzt, wird ihr Album, das am 25. August veröffentlicht wird, sicherlich gut ankommen.

    Bleibt nur die Frage, wie es Künstler künftig ohne knallhartes Management oder einer Affinität zum digitalen Zeitalter schaffen sollen.

    Autorin: Magdalena Hazler

  • Astronomie für alle: IAU sucht Namen für Exoplaneten

    Die Internationale Astronomische Union (kurz: IAU) ist endlich auf die Forderung eingegangen, dass Exoplaneten von der Öffentlichkeit benannt werden können – also von Menschen wie du und ich. Exoplaneten werden von Astronomen auf der ganzen Welt gesucht und entdeckt. Einige versuchen, mit erdgebundenen Teleskopen den Himmel zu durchforsten. Andere benutzen direkt ins Weltall geschickte Teleskope für solche Missionen (z. B. das Kepler-Weltraumteleskop).

    Langweilige Namen für spektakuläre Objekte

    Offiziell sollen die nun gesuchten Namen zwar kein besonderes Gewicht haben, denn bislang werden Exoplaneten mit dem Namen bzw. der Katalogbezeichnung des Sterns sowie einem angehängten Kleinbuchstaben bezeichnet. Dennoch scheint die IAU verstanden zu haben, dass die Öffentlichkeit an diesem Prozess teilhaben möchte – bisher wurden den spektakulären Objekten unglaublich langweilige Namen verliehen, wie eben HD 13189 b oder GRB 130606 a. Die neuen Namen werden zwar die wissenschaftlichen Bezeichnungen nicht ersetzen, aber mal ehrlich, HAT-P-7b könnte sehr wohl eine interessantere Bezeichnung haben, oder?

    Exoplanet (c) IAU/M. Kornmesser/N. Risinger (Skysurvey.org)
    Exoplanet (c) IAU/M. Kornmesser/N. Risinger (skysurvey.org)

    Mehrere kleinere Firmen sind bereits auf diesen Zug aufgesprungen und haben Plattformen wie die Naming of Planets and Planetary Satellites Working Group errichtet. Es gibt auch die von der IAU betriebene Gruppe, Zooniverse. Die IAU wird nun zusätzlich Astronomieklubs und Vereinen die Möglichkeit geben, Namensvorschläge zu liefern. So könnten die 305 bekannten Exoplaneten von verschiedenen Gruppen benannt werden. Anfang 2015 werden wir dann auf der Website Name Exoworlds über die neuen Namen abstimmen können.

    Exoplanetennamen: Fluffy nicht erwünscht

    Die Auflagen sind jedoch etwas strenger als man sich wünschen würde. So wird der Name des eigenen Lieblingshamsters Fluffy wahrscheinlich nicht als Planet verewigt werden können. Der Name sollte nicht mehr als 16 Zeichen haben und vor allem in so vielen Sprachen wie möglich aussprechbar sein – und klarerweise keine Beleidigung in irgendeiner Sprache oder Verunglimpfung einer Kultur sein. So sind auch Namen lebender Menschen und typische Haustiernamen nicht möglich; ein Name bzw. Bezeichnung mit kommerzieller, politischer, militärischer oder religiöser Konnotation wird von der IAU ebenfalls abgelehnt.

    Wenn ihr euren Namensvorschlag einbringen möchtet, schickt ihr euren Vorschlag an den nächsten astronomischen Verein (z. B. astronomie.de, waa.at). So habt ihr eventuell die Chance, einen riesigen Planeten, wie HD 13189 b, der zwei bis sieben Sonnenmassen ausmacht, zu benennen. Oder ihr loggt euch nächstes Jahr auf Name Exoworlds ein um über die Namen abzustimmen!

    Autorin: Magdalena Hazler

    via Ars Technica

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