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  • Sinn und Unsinn der ALS Ice Bucket Challenge

    Selten, dass eine Krankheit so viel Aufmerksamkeit erregt hat, wie Lou Gehrig’s Disease (benannt nach dem jung verstorbenem Baseballspieler, der als einer der Besten seiner Zeit galt), mittlerweile besser bekannt als ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Bei dieser fürchterlichen Krankheit kommt es zu einer irreversiblen Schädigung der Nervenzellen, die für Muskelbewegungen verantwortlich sind.

    Wie ein Betroffener beschreibt, sollte man versuchen eine Hantel (ca. 5 Kilogramm) in die Hand zu nehmen, um sich dann vorzustellen, dies sei eine Gabel und versuchen, dann beim Essen mit dieser Gabel, NICHT die ganze Zeit dabei zittern zu müssen. So fühlt sich das also für einen ALS-Kranken an.

    Die ALS Ice Bucket Challenge

    Die Ice Bucket Challenge (Eiswürfelherausforderung) startete vor ein paar Wochen und wurde über Facebook und andere soziale Medien weltweit verbreitet. Neben Mark Zuckerberg und anderen finanziellen Größen der US-Wirtschaft haben mittlerweile massenhaft Promis, auch in Deutschland mitgemacht - besondere Aufmerksamkeit erregen sicherlich die Videos von hübschen Damen wie Helene Fischer oder Tagesschau-Beauty Judith Rakers.

    Bei der Ice Bucket Challenge wird ein Kübel eisiges Wasser über den Kopf geschüttet, um auf die Schmerzen der ALS-Betroffenen aufmerksam zu machen. Eigentlich wurde die Challenge aufgerufen, damit jene, die es schaffen, sich diesen Eimer über den Kopf zu schütten, davon befreit sind, zu spenden. Fast alle machen jedoch beides: Sie stellen das Video von sich ins Netz UND spenden dabei. Mehr als 10 Millionen Dollar wurden so bereits aufgetrieben.

    Einzig Charlie Sheen war so cool, um auf das Eis zu verzichten und sich statt eiskaltem Wasser lieber ein paar Dollar-Noten über den Kopf zu schütten - schließlich ginge es ja genau darum.

    Viele Kritiker behaupten nun, dass es besser wäre, einfach still zu spenden, und nicht bei so einem Medienspektakel mitzumachen. Aber hier eine Frage: Wem schadet es? Menschen müssen solche Sachen mit etwas assoziieren, um einen Bezug dazu aufzubauen. Sonst wäre ALS ja nicht als Lou Gehrig’s Disease in die Geschichte eingegangen. Und wenn auf diese Art und Weise Bewusstsein für schwerwiegende Krankheiten gebildet wird, sollte das eigentlich respektiert und gefördert werden.

    Ein lustiger Abschluss

    Dass es unter anderem witzig ist, den ehemaligen Präsidenten der USA, George W. Bush dabei zu beobachten, wie er geduscht wird (wenn auch nicht mit Eiswasser), ist auch ein Bonus dieser Challenge. Und auch andere versuchen ihr bestes dabei, auch wenn es immer wieder schief geht und eher in Comic oder gar Schmerz endet (wenn der gesamte Kübel auf dem Kopf landet). Schaut euch am besten das Video an, dann wisst ihr, was ich meine:

    Was sagt ihr – macht ihr mit und lasst euch filmen, oder spendet ihr lieber im Stillen?

    Magdalena Hazler

  • Remix: Musikalische Nostalgie aus 110 Jahren

    Das Lied "Moonlight Bay" der Band American Quartet war 1912 ein absoluter Hit und markierte Platz Eins der Billboard Charts. Der Remix des Jahrhunderts gibt an, dass das Lied trotz seiner etwas zurückhaltenden Energie dennoch tanzbar ist, aber hier meine Frage dazu: Wen interessiert das?

    Wenn wir ins Jahr 1962 vorspulen, sehen wir, dass Ray Charles mit seinem Hit "I Can’t Stop Loving You" oben auf war. Und wenn man sich den ganzen Remix anhört, kommt man nicht daran vorbei, etwas nostalgisch zu werden.

    Digitalisierung alter Musik

    Der Remix of the Century ist ein Projekt des Music Hack Day. Da Musik immer mehr der Digitalisierung ausgesetzt ist, wollen Künstler dieses Medium nutzen, um damit zu experimentieren. Das Music Hack Day dauert zwei Tage (also eine Art "Hackathon") und soll mehrere Musikinteressierte zusammen bringen, die ihre Visionen für zukünftige Musik ausarbeiten wollen.

    Der erste Hack Day fand 2009 statt und war eben bahnbrechend für die Etablierung neuer Web-Applikationen, welche die APIs verschiedener Firmen, wie BBC Music, The Echo Nest, SoundCloud, oder anderer nutzten.

    Der nächste Musik Hack Day findet beispielsweise Anfang September in Berlin statt. Solltet ihr also Interesse haben, an so etwas Wegweisendem wie dem Remix des Jahrhunderts teilzuhaben, könnt ihr vor Ort ein Team finden (nicht nur Musiker, sondern auch Designer, Ingenieure, Produzenten, etc. sind gesucht) oder schon als Team teilnehmen.

    Ununterbrochene Leidenschaft für Musik

    Wenn ihr also das letzte Jahrhundert an euch vorüberziehen lassen wollt, hört euch den Remix an. Das Projekt, das von EchoNest API verwirklicht wurde, zeigt wie oben erwähnt nicht nur an, ob das Lied Energie hat oder tanzbar ist, sondern auch Tempi, Modus und Tonart. Für Musiker sicherlich eine interessante Sache.

    Rund um mein Geburtsjahr waren übrigens die Bee Gees ganz groß in Mode - wie sieht das bei euch aus?

    via The Next Web

    Magdalena Hazler

  • Adieu Liebesschlösser: Paris setzt auf Selfies

    Paris, Stadt der Liebe. Stadt der schönen Straßen und Brücken. Und Stadt der kleinen Schlösser, die Liebespaare am Pont des Arts anbringen, um sich und aller Welt zu zeigen, wie verliebt sie sind. Wir sehen solche Liebesschlösser in vielen anderen europäischen Städten auch – Hamburg, Amsterdam, Budapest und Berlin (also de facto jede Stadt mit eindrucksvollen Brücken).

    Aber in Paris werden sie mittlerweile von der Stadtverwaltung nicht mehr gerne gesehen.

    Liebe ist schwer

    Im Juni dieses Jahres stürzte über ein Meter des Pont des Arts ein, weil mehr als 500 Kilo Schlösser die Seite der Brücke niederdrückten. Somit musste die ganze Brücke geschlossen werden, obwohl das Geländer schon einmal Anfang des Monats ausgetauscht werden musste (Ähnliches war ja auch schon mal in Köln passiert.).

    Liebesschloesser
    Liebesschlösser auf der Weidendammer Brücke in Berlin
    (c) Jörn Brien

    Jetzt werden vermehrt andere Pariser Brücken genutzt: Die Liebesschlösser werden nun am Pont de l'Archevêché in der Nähe von Notre Dame, am Pont Neuf und an der Alexandre III Brücke angebracht, bevor das Paar den Schlüssel mit der Hoffnung auf immerwährende Liebe in die Seine wirft.

    Hashtag #Love

    Mit der Kampagne NOLOVELOCKS will die Stadtverwaltung nun Liebespaare animieren, statt Schlösser zu befestigen ein Selfie zu machen und unter #lovewithoutlocks auf Twitter zu posten. Es mag zwar nicht so romantisch und handfest sein wie die Schlösser, aber die Bürgermeisterin hofft, dass viele Paare mitmachen um die Brücken, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, zu schützen.

    Da ich im Herzen eine alte Romantikerin bin, und selbst so ein Schloss mal bekommen habe, um es mit meinem Liebsten an einer Brücke anzubringen, hoffe ich, dass sich eine andere Lösung findet: Wie wäre es mit einer Konstruktion in der Nähe einer malerischen Stätte in Paris, wo Liebesbeflügelte ihre Gefühle ohne Probleme anbringen können?

    Magdalena Hazler

  • Auf einer Burg wohnen, bloggen und 2.000 Euro bekommen

    Klingt nach einem guten Plan, oder? Ein halbes Jahr auf einer Ritterburg wohnen, über die tolle Landschaft bloggen und dafür noch 2.000 Euro monatlich bekommen - dieser Bloggertraum kann jetzt für eine/n von euch in Erfüllung gehen. Die Rhein-Zeitung sucht einen "Burgenblogger" für das Mittelrheintal. (Ja, das mit der schönen Loreley :)) ).


    Burg Sooneck: Das neue Zuhause für den/die Burgenblogger/in (Foto: Ulrich Pfeuffer, GDKE - via)

    Hier die Stellenausschreibung für den/die Burgenblogger/in:

    "Wir suchen einen Menschen mit Erfahrung im digitalen Publizieren. Wir stellen ihm kostenfrei für ein halbes Jahr, von Mai bis Oktober 2015, ein Zimmer mit Aussicht in der historischen Burg Sooneck. Wir zahlen monatlich eine Aufwandsentschädigung von 2000 € brutto (Werkvertrag)."

    Der neue Burgbewohner soll sich auf die Gegend einlassen und "ein Faible für die Thematik und eine Grundsympathie für die Mittelrheiner" haben. Angedacht ist ein kurzes tägliches Posting, einmal die Woche soll es länger werden. Auch die sozialen Medien sollen eingeschaltet werden, "gerne auch bereichert durch eigene fotografische Notizen und Handy-Videos".

    Na, Interesse geweckt? Dann bewerbt euch bis 14. September 2014 via E-Mail bei burgenblogger[at]rhein-zeitung.net. Statt eines klassischen Bewerbungsschreiben wünschen sich die Initiatoren eher ein Motivationsschreiben, in dem ihr beleuchtet, warum ihr euch für das Burgenbloggen interessiert und was eure bisherigen Publikations- bzw. Social-Media-Erfahrungen sind.

    Viel Erfolg und viel Spaß!

  • Librileo: Hidden Book statt Hidden Cash in Berlin

    Ihr habt ja sicher auch von der Twitter-Schatzsuch-Aktion "Hidden Cash" gehört. In den letzten Tagen hatten sich zahlreiche Berliner auf die Suche nach den 1.500 Euro gemacht, die US-Immobilienmakler Jason Buzi in 24 Briefumschlägen an verschiedenen Orten in Berlin versteckt hatte. Hinweise via Twitter sollten bei der Suche helfen. Mittlerweile wurden alle Umschläge gefunden.

    Bildung und Unterhaltung statt Mammon

    Nun hat der Kinder-Buch-Abo-Anbieter Librileo eine ähnliche Aktion gestartet, die aber Bildung und Unterhaltung statt Mammon in den Vordergrund stellt. 20 Bücher sollen übermorgen, Sonntag, auf vier verschiedenen Berliner Kinderspielplätzen versteckt werden. Anschließend sollen sie noch auf große Reise gehen.

    Librileo Bookcrossing
    Bookcrossing (c) Librileo

    Dabei soll nicht nur der glückliche Finder was von der Aktion haben, lassen die Initiatoren wissen. "Nach dem System des BookCrossing soll das Buch nach dem Lesen weitergegeben werden", heißt es in einer entsprechenden Aussendung. Auf der Rückseite jedes Buches befinden sich ein Link und ein QR-Code, die zu einer Anleitung führen. So soll das Buch eine möglichst weite Reise unternehmen, die durch jeweilige #Bookies (Selfies mit Buch) dokumentiert wird.

    Bei der Hidden-Book-Aktion dabei sind der Spielplatz im Zoo, der Drachenspielplatz in Friedrichshain, der Spielplatz im Tiergarten und der Sherwood Forrest Spielplatz in Charlottenburg.

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