szmmctag

  • Remix: Musikalische Nostalgie aus 110 Jahren

    Das Lied "Moonlight Bay" der Band American Quartet war 1912 ein absoluter Hit und markierte Platz Eins der Billboard Charts. Der Remix des Jahrhunderts gibt an, dass das Lied trotz seiner etwas zurückhaltenden Energie dennoch tanzbar ist, aber hier meine Frage dazu: Wen interessiert das?

    Wenn wir ins Jahr 1962 vorspulen, sehen wir, dass Ray Charles mit seinem Hit "I Can’t Stop Loving You" oben auf war. Und wenn man sich den ganzen Remix anhört, kommt man nicht daran vorbei, etwas nostalgisch zu werden.

    Digitalisierung alter Musik

    Der Remix of the Century ist ein Projekt des Music Hack Day. Da Musik immer mehr der Digitalisierung ausgesetzt ist, wollen Künstler dieses Medium nutzen, um damit zu experimentieren. Das Music Hack Day dauert zwei Tage (also eine Art "Hackathon") und soll mehrere Musikinteressierte zusammen bringen, die ihre Visionen für zukünftige Musik ausarbeiten wollen.

    Der erste Hack Day fand 2009 statt und war eben bahnbrechend für die Etablierung neuer Web-Applikationen, welche die APIs verschiedener Firmen, wie BBC Music, The Echo Nest, SoundCloud, oder anderer nutzten.

    Der nächste Musik Hack Day findet beispielsweise Anfang September in Berlin statt. Solltet ihr also Interesse haben, an so etwas Wegweisendem wie dem Remix des Jahrhunderts teilzuhaben, könnt ihr vor Ort ein Team finden (nicht nur Musiker, sondern auch Designer, Ingenieure, Produzenten, etc. sind gesucht) oder schon als Team teilnehmen.

    Ununterbrochene Leidenschaft für Musik

    Wenn ihr also das letzte Jahrhundert an euch vorüberziehen lassen wollt, hört euch den Remix an. Das Projekt, das von EchoNest API verwirklicht wurde, zeigt wie oben erwähnt nicht nur an, ob das Lied Energie hat oder tanzbar ist, sondern auch Tempi, Modus und Tonart. Für Musiker sicherlich eine interessante Sache.

    Rund um mein Geburtsjahr waren übrigens die Bee Gees ganz groß in Mode - wie sieht das bei euch aus?

    via The Next Web

    Magdalena Hazler

  • Adieu Liebesschlösser: Paris setzt auf Selfies

    Paris, Stadt der Liebe. Stadt der schönen Straßen und Brücken. Und Stadt der kleinen Schlösser, die Liebespaare am Pont des Arts anbringen, um sich und aller Welt zu zeigen, wie verliebt sie sind. Wir sehen solche Liebesschlösser in vielen anderen europäischen Städten auch – Hamburg, Amsterdam, Budapest und Berlin (also de facto jede Stadt mit eindrucksvollen Brücken).

    Aber in Paris werden sie mittlerweile von der Stadtverwaltung nicht mehr gerne gesehen.

    Liebe ist schwer

    Im Juni dieses Jahres stürzte über ein Meter des Pont des Arts ein, weil mehr als 500 Kilo Schlösser die Seite der Brücke niederdrückten. Somit musste die ganze Brücke geschlossen werden, obwohl das Geländer schon einmal Anfang des Monats ausgetauscht werden musste (Ähnliches war ja auch schon mal in Köln passiert.).

    Liebesschloesser
    Liebesschlösser auf der Weidendammer Brücke in Berlin
    (c) Jörn Brien

    Jetzt werden vermehrt andere Pariser Brücken genutzt: Die Liebesschlösser werden nun am Pont de l'Archevêché in der Nähe von Notre Dame, am Pont Neuf und an der Alexandre III Brücke angebracht, bevor das Paar den Schlüssel mit der Hoffnung auf immerwährende Liebe in die Seine wirft.

    Hashtag #Love

    Mit der Kampagne NOLOVELOCKS will die Stadtverwaltung nun Liebespaare animieren, statt Schlösser zu befestigen ein Selfie zu machen und unter #lovewithoutlocks auf Twitter zu posten. Es mag zwar nicht so romantisch und handfest sein wie die Schlösser, aber die Bürgermeisterin hofft, dass viele Paare mitmachen um die Brücken, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, zu schützen.

    Da ich im Herzen eine alte Romantikerin bin, und selbst so ein Schloss mal bekommen habe, um es mit meinem Liebsten an einer Brücke anzubringen, hoffe ich, dass sich eine andere Lösung findet: Wie wäre es mit einer Konstruktion in der Nähe einer malerischen Stätte in Paris, wo Liebesbeflügelte ihre Gefühle ohne Probleme anbringen können?

    Magdalena Hazler

  • Auf einer Burg wohnen, bloggen und 2.000 Euro bekommen

    Klingt nach einem guten Plan, oder? Ein halbes Jahr auf einer Ritterburg wohnen, über die tolle Landschaft bloggen und dafür noch 2.000 Euro monatlich bekommen - dieser Bloggertraum kann jetzt für eine/n von euch in Erfüllung gehen. Die Rhein-Zeitung sucht einen "Burgenblogger" für das Mittelrheintal. (Ja, das mit der schönen Loreley :)) ).


    Burg Sooneck: Das neue Zuhause für den/die Burgenblogger/in (Foto: Ulrich Pfeuffer, GDKE - via)

    Hier die Stellenausschreibung für den/die Burgenblogger/in:

    "Wir suchen einen Menschen mit Erfahrung im digitalen Publizieren. Wir stellen ihm kostenfrei für ein halbes Jahr, von Mai bis Oktober 2015, ein Zimmer mit Aussicht in der historischen Burg Sooneck. Wir zahlen monatlich eine Aufwandsentschädigung von 2000 € brutto (Werkvertrag)."

    Der neue Burgbewohner soll sich auf die Gegend einlassen und "ein Faible für die Thematik und eine Grundsympathie für die Mittelrheiner" haben. Angedacht ist ein kurzes tägliches Posting, einmal die Woche soll es länger werden. Auch die sozialen Medien sollen eingeschaltet werden, "gerne auch bereichert durch eigene fotografische Notizen und Handy-Videos".

    Na, Interesse geweckt? Dann bewerbt euch bis 14. September 2014 via E-Mail bei burgenblogger[at]rhein-zeitung.net. Statt eines klassischen Bewerbungsschreiben wünschen sich die Initiatoren eher ein Motivationsschreiben, in dem ihr beleuchtet, warum ihr euch für das Burgenbloggen interessiert und was eure bisherigen Publikations- bzw. Social-Media-Erfahrungen sind.

    Viel Erfolg und viel Spaß!

  • Librileo: Hidden Book statt Hidden Cash in Berlin

    Ihr habt ja sicher auch von der Twitter-Schatzsuch-Aktion "Hidden Cash" gehört. In den letzten Tagen hatten sich zahlreiche Berliner auf die Suche nach den 1.500 Euro gemacht, die US-Immobilienmakler Jason Buzi in 24 Briefumschlägen an verschiedenen Orten in Berlin versteckt hatte. Hinweise via Twitter sollten bei der Suche helfen. Mittlerweile wurden alle Umschläge gefunden.

    Bildung und Unterhaltung statt Mammon

    Nun hat der Kinder-Buch-Abo-Anbieter Librileo eine ähnliche Aktion gestartet, die aber Bildung und Unterhaltung statt Mammon in den Vordergrund stellt. 20 Bücher sollen übermorgen, Sonntag, auf vier verschiedenen Berliner Kinderspielplätzen versteckt werden. Anschließend sollen sie noch auf große Reise gehen.

    Librileo Bookcrossing
    Bookcrossing (c) Librileo

    Dabei soll nicht nur der glückliche Finder was von der Aktion haben, lassen die Initiatoren wissen. "Nach dem System des BookCrossing soll das Buch nach dem Lesen weitergegeben werden", heißt es in einer entsprechenden Aussendung. Auf der Rückseite jedes Buches befinden sich ein Link und ein QR-Code, die zu einer Anleitung führen. So soll das Buch eine möglichst weite Reise unternehmen, die durch jeweilige #Bookies (Selfies mit Buch) dokumentiert wird.

    Bei der Hidden-Book-Aktion dabei sind der Spielplatz im Zoo, der Drachenspielplatz in Friedrichshain, der Spielplatz im Tiergarten und der Sherwood Forrest Spielplatz in Charlottenburg.

  • Papier vs. Digital: Zeitungssterben

    Wer kauft sich noch am Wochenende alle Zeitungen und liest sich die Nachrichten der Woche in Ruhe durch? Unter der Woche, wenn’s schnell gehen muss, wegen der Arbeit und dem Leben selbst, da werden die wichtige Informationen mittlerweile über Smartphones, Tablets oder den zur Verfügung stehenden Gratiszeitungen gelesen. Auch unsere Nachrichten müssen wir eben rasch aufnehmen. Mitreden ist ja nach wie vor wichtig.

    Pro Papier: Haptik

    Jenen die wir in der U-Bahn, der Schnellbahn oder Straßenbahn dabei erwischen, "echte" Papierzeitungen zu lesen, unterstellt man schon mal ein gewisses elitäres Denken. Was nach Zeitnehmen aussieht, entspricht unserer schnelllebigen Gesellschaft nicht mehr. Dabei ist die haptische Erfahrung, die ich beim Zeitung oder Buchlesen erlebe, für mich ein Grund, immer noch Papierbücher und Papierzeitungen zu kaufen. Als elitär wurde ich mich dennoch nicht bezeichnen.

    Google_News
    Screenshot Google News

    Es gibt ja viele Vorteile der Online-Nachrichten: schnellere Information, die ohne Probleme an ein und demselben Tag revidiert und erneuert werden kann; und für die Herausgeber gibt es den Bonus, dass Annoncen für alles Mögliche geschaltet werden können. Die Werbung, die das Online-Portal finanziell unterstützt ist ebenfalls schneller verfügbar, und zudem auf jeden Leser zugeschnitten.

    Dass die gesamte Zeitungsindustrie durch die neue Medien in Gefahr ist, wird offensichtlich. Viele lesen ihre News mittlerweile ausschließlich auf Facebook! Allein in den USA wurden bereits fast 30 Prozent der Zeitungsmitarbeiter gekündigt. Ein Projekt auf Kickstarter ("Deadline") widmet sich derzeit der Lage des Philadelphia Inquirer.

    Dabei kennt kaum jemand die finanzielle Misere, welche die übrig gebliebenen Mitarbeiter trifft. Wie Sybille Berg auf Spiegel Online (10.08.2013) anmerkte, sollten – wenn es schon eine Neuausrichtung geben muss – diese Mitarbeiter zumindest ordentlich entlohnt werden, statt gegeneinander um minimalen Lohn wetteifern zu müssen.

    Billiges Medium, billige Information

    Reporter und Journalisten aufgrund des großen Konkurrenzdrucks zu verlieren, bedeutet, mehr zu verlieren als nur Information und eine offene Beziehung zur Welt, denn es geht vielmehr um den Wert dieser Information. Durch "billige" Medien, egal ob Online oder in Papierform, wird auch billige Information weitergegeben. Ohne wirkliche Recherche und wirklichen Hintergrund.

    Als aufmerksame Leser und Menschen, die sich für diese Welt interessieren, wäre es ratsam zu versuchen, jene Zeitungen zu unterstützen, die ernsthafte, aufrichtige Nachrichten weitergeben und dabei ihre Mitarbeiter so behandeln (auch finanziell), dass sie ihre Arbeit auch in Zukunft so machen können, dass es jenen Wert hat, den wir schätzen können.

    Wie steht ihr zu Zeitungen und/oder Online-Nachrichten?

    Autorin: Magdalena Hazler

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