Nach dem gescheiterten Volksbegehren für den Erhalt des Flughafens Tempelhof hat sich der Berliner CDU-Politiker Friedbert Pflüger nun ein neues Betätigungsfeld ausgesucht. Ins Schussfeld ist dabei die ARD-Moderatorin Anne Will mit ihrer gleichnamigen Sonntagabend-Talkshow geraten. Die Sendung zeichne sich "immer mehr durch Un- und Halbwahrheiten" aus, so Pflüger gegenüber der "Bild"-Zeitung (Dienstagausgabe).
Die Moderatorin Anne Will habe nicht gehalten, was sich viele versprochen hätten, meint Pflüger. Stein des Anstoßes war die positive Grundstimmung in Einspielfilm und Anmoderation der letzten Sendung gegenüber der rot-roten Berliner Landesregierung. Nun will sich der CDU-Politiker - übrigens Mitglied des Rundfunkrates des RBB Berlin - für ihre Ablösung einsetzen, berichtet MSN.de. Ersetzt werden soll die Sendung durch "Hart aber fair" mit Frank Plasberg.
Carpos
Pro
auch eher unter dem Gesichtspunkt strategischen Kalküls zu bewerten. Die Situation stellt sich für mich so dar: Gerade politisch gescheitert (nebenbei: die FARCE Tempelhof als Propagandaposse auf niedrigstem Niveau) kritisiert er eine populäre Moderatorin und ihr journalisitsches Verhältnis zur Linkspartei, was definitiv auf jeden Fall in den medialen Mainstream zur Zeit passt und sichert dem Mann in erster Linie Aufmerksamkeit.






Guten Morgen!
Herr Plüger kann es auch übertreiben. Wobei das ja eine Eigenschaft, oder anders ausgedrückt, eine Grundvorraussetzung für politischen Erhalt zu sein scheint. Ich persönlich bin weder für das eine Rot, noch für das Andere. Und was sich "viele Versprechen" hat eventuell mit einer deplatzierten Erwartungshaltung zu tun.
Randbemerkung: Persönlich gefiel mir die Christiansen auch besser, schmälert jedoch nicht den Wert dieser Sendung.