Falls ich es - wider Erwarten - doch nicht in die berühmte British Library schaffe, um mir die wunderschönen alten Bücher live anzuschauen - sofern das für einen Normalsterblichen überhaupt möglich ist - kann ich bald digital in ihnen blättern. Denn die British Library kooperiert mit Google und will 250.000 Bücher digitalisieren lassen! Geplant sind bis zu 40 Millionen Buchseiten aus den Jahren 1700 bis 1870, wie es in einer Mitteilung der Bibliothek heißt.

Digitalisierte Werke zum Gratis-Download

Das sind Zahlen! Wer Lust hat, kann dort Geschichte von der Französischen Revolution über die Entwicklung des Eisenbahnverkehrs bis zum Ende der Sklaverei erleben. Durch das Projekt sollen die von der British Library ausgewählten und von Google digitalisierten Werke in den kommenden Jahren für jeden zugänglich gemacht werden. Die Kosten übernimmt Google. Die Texte und Bücher, deren Urheberrecht abgelaufen ist, können komplett durchsucht, gelesen - und sogar heruntergeladen werden.

Bibliotheken boomen auch im Internetzeitalter

Wer jetzt denkt, aufgrund des Internets und der Google-Digitalisierung würden die Bibliotheken langsam eingehen, befindet sich aber auf der schiefen Bahn. Wissenschaftliche und Öffentliche Bibliotheken erleben auch im Internetzeitalter einen ungebremsten Boom, wie es vor Kurzem auf dem 100. Bibliothekartag in Berlin hieß. 2010 sollen allein in Deutschland in öffentlichen Einrichtungen rund 120 Millionen Besuche registriert worden sein - ob zur Beratung, Internetnutzung oder Ausleihe.

via Mashable